Dackelwochenende am Stechlinsee

Alljährlich organisieren Mitglieder der Gruppe Berlin III an einem Wochenende zu Beginn der Urlaubszeit einen Ausflug, der über bekannten Spazier- und Wanderstrecken hinaus geht und Hund und Herrchen/Frauchen in Sachen Kondition etwas mehr fordert.

Diesmal war das Ziel der wieder der Stechlinsee – als hightlight in unserem Gruppenleben bekannt.Die Wetterprognose war für das Wochenende katastrophal – der Wettergott versprach Regenschauer, kühle Temperaturen und zeitweise Gewitter. Aber geplant war geplant…Durch ein Rundumtelefonat überlegten die Interessierten, daraus ein komplettes Wochenende zu gestalten.Ein Hotel war schnell gefunden, gute Laune wollten alle mitbringen und die Dackelei ist eh zu allen Schandtaten bereit.Damit es ein langes Wochenende wird, war die Abfahrt am Freitag für einige schon recht früh – die Vierbeiner zu hause ahnte ja schon, dass was im Busch war und saßen erwartungsvoll vor der Tür, um ja nicht vergessen zu werden. Zur Einstimmung fuhren wir nach Menz, einer kleinen Gemeinde im Naturschutzgebiet Stechlin.

Eine Wanderung um den Roofensee mit ca. 8 km schien uns der richtige Einstieg – die Wanderschuhe waren eingepackt, vorsichtshalber noch schnell den Regenschirm gegriffen und los ging es. Glückliche Hunde, die sich jagten, miteinander tobten und auch mal ein Schlammbad –zur Freude von Herrchen und Frauchen- nahmen, entschädigten uns für fehlenden Sonnenschein. Müde, aber glücklich kamen wir abends ins Hotel, um dann in kleiner, aber gemütlicher Runde dem Motto zu frönen: „… weißt du noch“. Der Abend war viel zu schnell vorbei – durch Erzählungen und Anekdoten hatten wir nicht gemerkt, dass der Samstag schon angebrochen war…
Samstag nach einem super Frühstück ging es bei Sonnenschein dann endlich an den Stechlin.Der Stechlin ist berühmt für klare Wasserflächen und baumbestandene Uferhänge.Die Hälfte der anwesenden Dackel hatte in Vorzeiten den Wassertest abgelegt – was nichts anderes heißt: den See sehen und rein springen. Egal, ob das Ufer steil ist, das Wasser kalt oder durch den Wind doch etwas Wellengang war, baden war ein „MUSS“ an diesem Tag. Und da sich die „Profis“ so doll amüsierten, sprangen auch ganz schnell alle anderen Dackel ins Wasser, um das berühmte Stöckchen vor dem Ertrinken zu retten. Nach der ersten Abkühlung hieß es jetzt wandern, denn wir hatten uns für den Tag viel vorgenommen. Um den Stechlinsee führt ein wunderbarer Spazier- und Wanderweg immer am Ufer entlang, und so konnten unsere Teckel immer wieder ins Wasser springen.Mittagessen gab es dann beim Fischer Böttcher, ein bekannter Treff- und Anlaufpunkt am Stechlinsee. Wir wurden nicht enttäuscht, alle Fischgerichte waren – wie immer- ganz lecker und dementsprechend die Teller ziemlich schnell leer. Obwohl ein voller Bauch nicht gern wandert, begann die zweiten Etappe unserer Wanderung.Wieder stand das Vergnügen an erster Stelle – von Hund und Mensch. Diesmal wagten sich sogar zwei Zweibeiner ins Wasser – sehr zur Freude unserer Teckel, wurden doch jetzt die Stöckchen noch etwas weiter geworfen…Aber auch ein schöner Tag geht zu Ende – schön in zweierlei Sinn: die Wetterpropheten hatten sich geirrt und es schien die Sonne öfter und länger, als voraus gesagt und der Tag hatte für alle wunderschöne Erlebnisse, Photos für’s Erinnerungsalbum und die nötige Bettschwere gebracht.

 

Nanu, wer sagt was von Bettschwere? Ab in den Biergarten und wieder quatschen, quatschen, quatschen. Vor lauter Quatscherei hatten wir übersehen, dass sich dunkle Wolken ganz schnell über uns zusammenbrauten – und wir haben den Absprung ins Trockene verpasst. Petrus öffnete alle Schleusen, und obwohl wir unter einem riesigen (Sonnen-)Schirm saßen, wurde der linke Flügel klatschnass – was für unbändige Heiterkeit bei den Nichtbetroffen sorgte, sowie für einen Platz in der Anekdotenliste des Gruppenlebens.
Nach dem „Trockenlegen“ wurden im Hotel schnell ein paar Tische zusammen geschoben und das lustige Gruppenleben ging, von allen Wetterwidrigkeiten verschont, da weiter, wo es der Regenguss unterbrochen hatte. Nur die Teckelei hatte sich zurück gezogen und schlief schon mal für den nächsten Tag vor.
Am nächsten Morgen zeigte nur der nasse Rasen an, dass es am Vorabend geregnet hat – kein Grund also, vom Plan abzuweichen und wieder den Uferweg entlang des Stechlins – diesmal in die andere Richtung – zu wandern. Diesmal war der Wanderweg ziemlich lang: die einen badeten (nur Dackel), die anderen wanderten, und wieder andere konnten nicht genug Photos von diesem schönen Fleckchen Erde machen. Aber pünktlich zum Mittagessen fanden wir uns wieder beim Fischer ein – und sorgten mit unserer großen Dackelbande für manches Lächeln, mussten die eine oder andere Frage beantworten, gaben Auskunft über unsere Züchter, über das Vereinsleben und unsere Vierbeiner ließen sich von vielen ungeduldige Kinderhänden, die nur streicheln und kraulen wollten, verwöhnen.
Und dann war auch dieser schöne Tag zu Ende. Aber für’s nächste Jahr wird die Planung für einen großen Ausflug schon wieder in Angriff genommen – mal sehen, wo es uns dann hin verschlägt.Ach ja, wenn die Dackelleute einen Ausflug planen, sollten sie sich nicht von schlechten Wettervoraussagen irritieren lassen – wir hatten jedenfalls das beste „Dackelwetter“, was man sich vorstellen konnte!

Fam. Minow
Gruppe Berlin III