Bundessiegersuche DTK

Bundessiegersuche 2009

34. Bundessiegersuche – 19. „Chorin-Suche“
des Deutschen Teckelklubs 1888 e.V. (DTK)
Augenzeugenbericht einer Schlachtenbummlerin.

Am 19. September 2009 fand im Bundesland Brandenburg - in den Revieren der Schorfheide um Kloster Chorin – die jährliche Auswahlprüfung für die besten Suchengespanne im Deutschen Teckelklub statt.

Freitagabend, 18. September

Diesmal gab es keine Umleitungen und die Teilnehmer und interessierte Gäste treffen pünktlich zum Begrüßungsabend im Hotel Haus Chorin ein. Die Fährtenleger sind müde. Der Präsident muss noch die Berliner Staus überwinden. Die Ehrengäste, die Richter, die Teilnehmer und ihre Angehörigen unterhalten sich in zwangsloser Stimmung.

Der Präsident des Deutschen Teckelklubs, Dieter Honsálek, kann ohne nennenswerte Verspätung die Anwesenden begrüßen, nachdem der Prüfungsleiter, Joachim Behring die Veranstaltung eröffnet hat. Nach einem Vortrag über die Arbeit des Teckels am Schwarzwild von Prof. Dr. med. vet. Hans Wunderlich stellen sich die Richter vor, dann die Teilnehmer. Einige von ihnen sind langjährige, erfahrene Hundeführer, einzelne noch sehr jung. Bei einigen ist die Beklemmung spürbar, die solch eine Prüfung verursacht: wird das Gespann unter solch ungewohnten Bedingungen zum Stück finden?

Samstag 8.00 Uhr, 19. September

Es ist noch kühl. Unter dem kalten Licht eines feuchten Himmels eröffnen die Jagdhornbläser die Chorinsuche. Der Prüfungsleiter lädt die Teilnehmer zur Auslosung ihrer Startnummer ein. Es folgt die Einteilung in die drei Richtergruppen. Teilnehmer und Schlachtenbummler notieren die Angaben in ihren Programmheften.Die Richter und die Fährtenkundigen werden zur ersten Fährte ihres Reviers gebracht. Die Stückeleger und die Bläser fahren voraus, um das Ende der ersten Suche zu erwarten. Drei Wagen bringen die Suchgespanne zum Anfang ihrer Fährte und nehmen auf Wunsch einzelne Beobachter mit.

Die in einem wildreichen und urwüchsigen Revier über Nacht stehenden Tropffährten sind 1000 – 1200 m lang und mit drei Haken und Wundbetten angelegt. Diese gilt es zu meistern. In den drei Richtergruppen können je ein Preis für das Gespann zum Bundessuchensieger und ein Führerpreis vergeben werden.

Auf dem Hof der Oberförsterei Chorin ist die Spannung groß: wie werden die ersten Ergebnisse ausfallen? Bei den frühen Suchen erwartet man frische Verleitungen! Aber später kommt die Sonne heraus und der Boden könnte trocken werden, die Luft warm: auch das macht die Suche schwierig für den Hund!

Inzwischen hat die Marketenderei ihr verlockendes Angebot bereitgestellt. Zur Ablenkung wird gefrühstückt und geplaudert.

Die erste Erfolgsmeldung kommt gegen halb Zehn. Applaus auf dem Platz. Ein schöner Tag fängt an, es wird warm und sonnig. Viele Erfolgsmeldungen werden im Laufe des Tages noch eintreffen - und das Publikum gewöhnt sich daran. Aber wenn die Gespanne mit dem Bruch zurückkommen, werden sie freudig empfangen, fotografiert und über den Verlauf der Suche befragt. Sie sind müde aber stolz. Wie werden die Richter ihre Suche bewerten? Zunächst haben sie nur einige erste Kommentare als Anhaltspunkte. Bis zum Ende des Tages bleibt es spannend.

Inzwischen sind mit Hund und Gepäck die ersten Aussteller da und verbreiten eine fröhliche Stimmung. Denn auf der anderen Hälfte des Wirtschaftshofes findet die CAC-Spezialausstellung der Gruppe Eberswalde statt. Über den Zaun bestaunen Besucher des Klosters Chorin die Aktivitäten des DTK und einige interessierte Laien lassen sich gern erklären, was sich hier abspielt. Presseleute interviewen vor laufender Kamera die Teckelliebhaber.

Auch die Gäste der Chorinsuche genießen die wunderschöne Klosteranlage und spazieren um den See, der in ihren Teckeln die Lust auf Wasserarbeit weckt!

Nach der dritten Suche – es sollen noch jeweils zwei folgen – wird den Richtern eine Pause gegönnt. Auch sie dürfen sich von der Marketenderei verwöhnen lassen und können sich einen Moment ausruhen.

Das Warten ist lang geworden für die letzten Prüfungsteilnehmer. Es ist warm. Zwei läufige Hündinnen sind jeweils an letzter Stelle in ihrer Gruppe. Die ersten Gruppen sind fertig. Endlich kommt das letzte Gespann zurück. Insgesamt nur vier Gespanne von fünfzehn haben nicht zum Stück gefunden.

Die Richter beraten. Bis zur Preisverleihung ist noch Zeit. Die Bläsergruppe des Landesjagdverbandes Berlin ist eingetroffen und ihre Mitglieder, die aktiv bei der Suche gewesen sind, wollen sich für das festliche Ereignis umziehen.

Die Ausstellung ist zu Ende. Die Aussteller haben ihre Ahnentafeln zurück, sie packen ihre Pokale ein und viele wollen dem Festakt der feierlichen Preisverleihung im Innenhof des Klosters Chorin beiwohnen.

Es ist 17.00 Uhr geworden.

Die Touristenbusse sind weggefahren. Der prächtige Innenhof des Klosters wird zum beeindruckenden Rahmen für die Siegerehrung. Die fünfzehn Gespanne reihen sich an einer Seite des Hofes auf - dem Publikum gegenüber. Die Strecke wird verblasen. Nach den Worten von Prüfungsleiter Joachim Behring und Dieter Honsálek, dem Präsidenten des DTK - der es nicht versäumt die Einzigartigkeit der Schorfheide für solch eine Prüfung hervorzuheben - sind die Suchenberichte der Richterobleute zu hören.

Jede Richtergruppe benennt die Ergebnisse ihrer Gespanne, vergibt einen Führerpreis und gibt ihren Bundessuchensieger bekannt.

Jetzt haben die Bundessuchensieger das Wort. Schließlich bedankt sich der Präsident bei den Richtern und insbesondere bei den Richterinnen. Das Schlusswort gehört dem Prüfungsleiter Joachim Behring.Die Bläsergruppe intoniert ein letztes Stück und etwas Wehmut klingt mit.

Bundessuchensieger wurden:

GS 2008 Curty von der alten Breite, LV Sachsen-Anhalt, 100 Punkte,mit dem Führer Heiko Zander, der auch den Führerpreis erhielt,

Wolfs Paula, LV Hessen, 100 Punkte, mit dem Führer Wolf Liebhold, der auch den Führerpreis erhielt,

GS 2007 Timmo von der Lesum, LV DWH, 100 Punktemit dem Führer Christian Haase.

Den Führerpreis in dieser Gruppe erhielt:Manfred Siekmann, der Führer vonGS Biene von Rominten FCI, LV Westfalen, 92 Punkte.

Erfolgreich im 1. Preis waren:

Sina von den braunen Erdhunden, LV Rheinland-Pfalz/Saarland, 92 Punkte,mit der Führerin Margit von Döhren,

Hummel vom Schmerfelder Tal, LV Thüringen, 92 Punkte,mit dem Führer Uwe Struppert.

Einen 2. Preis erreichten:

GS 2009 Rocky von den Densenbergen, LV Mecklenburg-Vorpommern, 75 Punkte,mit dem Führer Peter Höhne,

GS 2007 Granne vom Bruchsee, LV Berlin-Brandenburg, 75 Punkte,mit der Führerin Grit Zillmer-Lehnhardt,

Anna von der Stockelheide, LV Niedersachsen, 75 Punkte,mit dem Führer Hans-Ulrich Köckeritz,

GS Hermine von der Lyraeiche, LV Nord, 68 Punkte,mit dem Führer Dieter Aye.

Im 3. Preis bestanden:

Bille vom Dreiländereck, LV Rheinland, 57 Punkte,mit dem Führer Walter Bauer.

Vier Gespanne haben leider nicht zum Stück gefunden.

Allen Gespannen wünschen wir ein Weidmannsheil.Sie verdienen unsere Achtung für ihren Mut sich dieser schwierigen Prüfung für ihren Landesverband gestellt zu haben.

Denise Rigaudière-Eisenbarth &Johannes Eisenbarth, LV Berlin-Brandenburg .www.teckelklub-berlin-brandenburg.de

Bildergalerie Chorin 2009