31. Bundessiegersuche in Chorin

Impressionen aus Chorin

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Seit dem Jahr 1991 findet die Bundessiegersuche in den Revieren um Chorin statt. Vor 31 Jahren in Hessen, im Rheinhardswald, wurde sie erstmalig durchgeführt und nach der Wiedervereinigung in die mittlerweile erfahrenen Hände des Landesverbandes Berlin-Brandenburg übergeben.

Die Bundessiegersuche ist die höchstrangige Jagdgebrauchsprüfung, die der DTK durchführt. Die 17 Landesverbände haben ihr jeweiliges Suchengespann, das sich in der Auswahlsuche qualifiziert hat, zur BSS nach Chorin gemeldet.So waren auch in diesem Jahr 17 Hunde mit ihren Führern am Start.

Zum Begrüßungsabend im Hotel Chorin begrüßte Präsident Dieter Honsálek den früheren Forstamtsleiter der Lehroberförsterei Chorin, Herrn Forstmeister i.R. Hans-Joachim Gaffron mit Gattin und das Ehepaar Meister. Christian Meister war langjähriger Prüfungsleiter der Chorinsuche. Henrik Barnekow, früherer Geschäftsführer des südschwedischen Jagdverbandes und ehemaliger Präsident des Schwedischen Teckelklubs, war als Richter eingeladen worden.Als Schlachtenbummler war aus dem Staat New York der Gründer des Nordamerikansichen Teckelklubs (NATC), John Jeanneney mit seiner Frau Jolante gekommen.

Prüfungsleiter Joachim Behring hatte auch in diesem Jahr seine Helfer motivieren können, diese Mammutveranstaltung zu organisieren. Der Saal war gefüllt mit den angereisten Hundeführern, ihren Anhängern und Fans aus den Landesverbänden, den eingeladenen Verbandsrichtern und den geladenen Gästen.

Die Hundeführer stellten sich und ihren Vierbeiner vor. Die herauszuhörenden Dialekte ließen die Herkunft der Hundeführer erahnen. Dann stellten sich die eingeladenen Verbandsrichter vor, der Senior, Herr Hans Rothweiler aus Baden plauderte kurzweilig von früheren Begebenheiten und erheiterte die Anwesenden mit seinem trockenen Humor.

Die 17 Nachsuchengespanne waren auf drei Richtergruppen aufzuteilen. Es sollten richten:

  • Richtergruppe 1:Obmann, Herr Eckhard Ott vom LV Nord,Mitrichter, Herr Wolfgang Weis, LV DCN und Frau Klaudia Dreier, LV Westfalen
  • Richtergruppe 2:Obmann, Herr Hans Rothweiler, LV Baden,Mitrichter, Frau Heike Vockam, LV Nord und Henrik Barnekow, Schweden
  • Richtergruppe 3:Obmann, Herr Peter Forkel, LV DCN,Mitrichter, Herr Matthias Eggert, LV Berlin-Brandenburg und Karl-Eckhard Lüdemann, VJT.


Es wurde ein netter Abend in freundschaftlicher Atmosphäre. Die vorgetragenen Geschichten der Hundeführer waren unterhaltsam und interessant. Schade, dass alle wieder früh raus mussten, so wurde es kein sehr langer Abend.Am nächsten Morgen dann das Treffen im Vorhof der Klosteranlage.
Die Helfer hatten auch dieses Jahr die Marketenderei aufgebaut. Neben Schnitten, Salaten, Kuchen und Kaffee brutzelte dann am Mittag wieder ein dicker Truthahn am Spieß.
Einige Bläser aus den Reihen der Helfer begrüßten die Anwesenden mit ihren Signalen.Nach der Auslosung der Gespanne und der Aufteilung auf die Richtergruppen ging es hinaus in die Reviere der Schorfheide.Es gab hervorragende Arbeiten zu sehen und weniger gute, wie das immer so war und auch wohl künftig sein wird. Alle Hunde hatten sich durch ihre Auswahlsuchen qualifiziert und hätten eigentlich hervorragende Arbeiten zeigen müssen.„Der Hund ist keine Maschine“ war einige Male zu hören. Aber es gab auch hervorragende Arbeiten zu bewundern und der kleine Teckel zeigte abermals seine herausragende Nasenleistung und seinen Willen, das Stück zu finden.

Von den 17 Gespannen fanden immerhin 11 das Reh am Ende der ca. 1200 m langen Rotfährte.
Im Einzelnen:
  • Los Nr. 1: Gitta vom Mühlbuckel, Kurzhaar Hündin, Führer: Rene-Roger Kirsch, Hauenstein, LV Rheinl.Pfalz/Saarland: 100 P. I. Preis BSS
  • Los Nr. 2: Hugo vom Schwarzwaldrand, Rauhh. Rüde,Führer: Thomas Klaritsch, Meckenheim, LV Baden (für LV MVP) 90 P. II Preis
  • Los Nr. 3: n.b.
  • Los Nr. 4: Earl v. Egelsee, Rauhhaar Rüde, Führerin: Gabi Rieger, Waldachtal, LV Würtemberg-Hohenzollern 82 P. II.Preis
  • Los Nr. 5: n.b.
  • Los Nr. 6: Janosch v. Bergschlösschen, Rauhh.Rüde, Führer: Erich Thiel,Wiehl, LV Rheinland 100 P. I. Preis, Führerpreis
  • Los Nr. 7: Helika v. Nonnenschlag, Rauhhaar Hündin, Führer: Elmar Brückner, Hofheim, LV DCN 100 P. I. Preis, BSS
  • Los Nr. 8 n.b.
  • Los Nr. 9: Marek v.d. Lesum, Rauhhaar Rüde, Führer: Heiner Kötz, Dorum, LV Niedersachsen 57 P. III. Preis
  • Los Nr. 10: Filou von Baerecizo, Langhaar Rüde, Führer: Manfred Wallot, Grävenwiesbach, LV Hessen 85 P. I. Preis, Führerpreis
  • Los Nr. 11: n.b.
  • Los Nr. 12: Dachs vom Brennberg, Rauhhaar Rüde, Führerin: Cosima Badewitz, Pommelsbrunn,LV DCN (für LV Brandenburg 2000) 57 P. III. Preis
  • Los Nr. 13: Gs 2004, IACh 2004 Wurzel v. Rominten FCI, F.: Manfred Siekmann, Herford, LV Westfalen 93 P. I. Preis
  • Los Nr. 14: Eros v. Brunnenhof O, Rauhhaar Rüde, Führer: Horst Gebauer, Hildburghausen, LV Thüringen 92 P. I. Preis, Führerpreis
  • Los Nr. 15: n.b.
  • Los Nr. 16: n.b.
  • Los Nr. 17: Unkas vom Kimmerholz, Rauhhaar Rüde, Führer: Udo Jürging, Berlin, LV Berlin-Brandenburg 92 P. I. Preis


Die Obleute berichteten dann auch bei der Siegerehrung im Klosterinnenhof von den herausragenden Arbeiten, schilderten aber auch die Handicaps und Schwierigkeiten auf den Fährten.So wurde ein Rothirsch während der Arbeit aufgemüdet und brachte verständlicherweise den Suchenhund so durcheinander, dass er Mühe hatte, die Suche wieder aufzunehmen.Vereinzelte Rehbetten und hier und dort gebrochener Waldboden deuteten auf den gesunden Wildbestand hin.

Ein Höhepunkt war dann die Siegerehrung und das Stückelegen im Innenhof der Klosterruine. Das Bläserkorps des Landesjagdverbandes Berlin unter der Leitung von Volker Hühne intonierte die Jagdsignale in Profiqualität.Präsident Dieter Honsálek übernahm die Ehrungen und übergab die Urkunden und Ehrengaben.Er bedankte sich beim Veranstalter, den Hundeführern, Richtern und stillen Helfern im Hintergrund.

Die Bundessiegersuche wird und soll auch künftig in Chorin stattfinden.Im kommenden Jahr am zweiten Wochenende im September (08.09.2007).

Martin Zander