32. Bundessieger – 17- Chorin – Suche des Deutschen Teckelklub 1888 e.V.


Einige Bilder von Hundeführern in Aktion und dem schönen Ambiente finden Sie in unserer Bildergalerie.


Nach 15 Jahren Bundessiegersuche im Rheinhardswald wurde diese, für den Deutschen Teckelklub herausragendste jagdliche Prüfung, dem Landesverband Berlin-Brandenburg übertragen. Das Amt für Forstwirtschaft Eberswalde gab „grünes Licht“ für die Reviere der Oberförsterei Chorin.

Die Schorfheide mit ihren Höhenrücken der Endmoränen, ein Gebiet von insgesamt 1258 Quadratkilometern, ist geprägt von den Gletschern der Eiszeit. Sie bietet dem Besucher über 230 Seen, 335 Einzelmoore und etwas 4000 Kleinstmoore, Sölle und Feuchtflächen. Die UNESCO erklärte die Schorfheide zum größten zusammenhängenden Biosphärenreservat und ist das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet Deutschlands.
Für den Jäger interessant, dass der Wildbestand nach der Wende ungefähr zehnmal so hoch war wie in den vergleichbaren Revieren in Westdeutschland. Das hat sich bis heute allerdings deutlich normalisiert.

Oberforstmeister Frank Schindler, Leiter der Forstbehörde, hatte die Schirmherrschaft übernommen und stellte in seiner Ansprache am Begrüßungsabend im Hotel „Haus Chorin“ diesen Umstand noch einmal deutlich heraus.
Die strikte Bejagung der letzten Jahre hat den gesunden Wildbestand und eine erkennbare Naturverjüngung ermöglicht.

Der Präsident des DTK, Dieter Honsálek, ging in seiner kurzen Begrüßungsansprache auf diese Umstände ein und bedankte sich bei Herrn Schindler für die Möglichkeit der vieljährigen Nutzung der Reviere für diese wichtige Prüfung, bei Herrn Joachim Behring und seinen Helfern für die langjährige Vorbereitung und Durchführung.

Joachim Behring rief die eingeladenen Verbandsrichter und anschließend die Hundeführer zur Vorstellung auf.
Die zahlreichen Anwesenden dankten die netten Vorstellungsansprachen mit Applaus.

Als Richter stellten sich vor:

Gruppe 1: Martin Zander, LV Rheinland, Obmann
Simone Heißner, LV Nord
Dirk Halberscheid, LV Westfalen

Gruppe 2: Dietmar Grafe, LV Thüringen, Obmann
Kai Heißner, LV Nord
Gerhard Seibel, JGHV

Gruppe 3: Ingo Borggräfe, LV Westfalen, Obmann
Antonio Palladini, Italien
Erich Löchner, LV Württemberg und Hohenzollern

Die 16 Hundeführer, jeweils Sieger der Auswahlsuchen in den Landesverbänden, die überwiegende Mehrheit erstmalig in Chorin, stellten sich und ihren kleinen Vierbeiner vor.

Am nächsten Morgen um 08.00 trafen sich Prüfungsleitung, Hundeführer, Richter, Helfer und Schlachtenbummler im Wirtschaftshof der Oberförsterei Chorin.
Nach Auslosung der Fährten und Zuordnung zu den Richtergruppen ging es mit den bereitgestellten Fahrzeugen in die Reviere.
Das Wetter war optimal, Mild, hin und wieder ein wenig Nieselregen, der Wildbestand in den Revieren erträglich. Von den 5 vorkommenden Schalenwildarten wurden Rot-, Schwarz- und Rehwild bestätigt und sorgten für genügend Verleit auf den Fährten.
Wenn man bedenkt, dass die besten Teckel der Republik arbeiteten, war das Ergebnis ernüchternd und Beweis für die unterschiedlichste Arbeitsleistung der Hunde. Ein hervorragender Platz bei einer Auswahlsuche ist lange nicht die Gewähr für gutes Abschneiden bei künftigen Arbeiten.
Wir sollten immer bedenken, dass der Hund keine Maschine ist, wir mit unseren degenerierten Instinkten nicht wissen, weshalb der Hund gestern hervorragende und heute, morgen oder übermorgen ungenügende Nasenleistungen bringt.
Von den 16 Suchengespannen fanden immerhin 10 zum Stück.

Die Leistungen im Einzelnen:

Ergebnisse Chorin

Der Schirmherr, Oberforstmeister Frank Schindler, gratulierte den Gewinnern und überreichte, zusammen mit dem Präsidenten des DTK, die Ehrengaben.Herr Schindler sagte für die nächsten Jahre seine Unterstützung zu, so dass die Fortführung der Bundessiegersuche in Chorin gesichert ist.

Das Jagdhornbläserkorps des LJV Berlin verblies die Strecke.
Nach den Signalen Jagd vorbei und Halali verabschiedete Präsident Honsálek die Teilnehmer mit einem herzlichen Dank an die Hundeführer für die gute Vorbereitung der Hunde, dankte den Richtern für ihren Einsatz, Herrn Joachim Behring mit seinen Helfern für die Ausrichtung der Veranstaltung, der Marketenderei für die hervorragende Beköstigung. Sein besonderer Dank galt den Bläsern, die wieder einmal mit ihren musikalischen Vorträgen für den würdigen Rahmen gesorgt haben.

Eine großartige Veranstaltung ging zu Ende.

Martin Zander