Bundessiegersuche 2008
Zur BildergalerieErgebnisse der 33. Bundessiegersuche
Nachbetrachtung des erfolgreichen Hundeführers Patrique Gebhardt
Ideale Wetterbedingungen, ausreichende Bodenfeuchtigkeit, hervorragend vorbereitete, in den Landesgruppen in speziellen Auswahlprüfungen selektierte Hunde – diese Bundessiegersuche des DTK am 13.09.2008 in den Revieren der Schorfheide um Chorin wird als eine der erfolgreichsten in die Geschichte dieser Eliteprüfung des DTK eingehen. Dazu mitgeholfen hat vielleicht die Tatsache, dass auch in der Schorfheide die Dichten der Schalenwildbestände heruntergeschossen wurden. Nur wenige frische Rotwildverleitungen trotz der beginnenden Brunft (zumindest in der Richtergruppe III) und überall unverbissene Himbeere und Ebereschenverjüngung bestätigten diesen Eindruck.
17 Teckel aller Haar- und Größenvarietäten waren von den einzelnen Landesgruppen gemeldet und alle waren angetreten. Nur drei Teckel fanden nicht zu ihren Stücken, 14 waren erfolgreich. Das spricht zweifellos für eine intensive und erfolgreiche Einarbeitung dieser hier angetretenen kleinsten Jagdgebrauchshunde unter dem Dach des JGHV. Vielleicht kannten manche der hier geprüften Hunde noch nicht das „süße Gift“ des freien Jagens auf frischen Fährten und das stabilisierte ihre Fährtentreue. Jetzt geht es mit den hier erfolgreichen Teckel – hoffentlich – in die raue Nachsuchenpraxis, wobei sich die Führer auch immer der rassebedingten konstitutionellen Probleme dieser niederläufigen Hunde bei Hetzen z.B. auf laufkranke Stücke bewusst sein mögen...
Diese Prüfung hatte drei Suchensieger – jede Richtergruppe kürte aus ihrer Gruppe ihren jeweiligen Suchensieger, so dieser die Höchstpunktzahl von 100 Punkten erreichte. Man vermeidet damit, dass – wenn sich die Richtergruppen auf nur einen Gesamtsieger einigen müssen – der „überzeugungsstärkste“ Richterobmann mit seinem Vorschlag durchsetzen könnte, ohne dass sein Favorit tatsächlich der beste Hund der Gesamtprüfung war.
Bewertet wird die Arbeit der Hunde nach folgenden Kriterien:Arbeitsweise auf der Rotfährte (0 = ungenügend bis 4 = sehr gut) x Fachwertziffer 10
Fährtensicherheit (Note wie vor) x Fachwertziffer 8
Fährtenwille (Note wie vor) x Fachwertziffer 7
Die Tropffährten müssen über Nacht stehen und mindestens 1 000 Meter lang sein. An den drei vorgeschriebenen Haken sind Wundbetten anzulegen.
Zur Erlangung eines I. Preises muss die Leistung des Hundes mindestens mit 85 Punkten, für einen II. Preis mit mindestens 68 Punkten bewertet worden sein. Die Prüfung ist bestanden, wenn der Hund zum Stück gefunden hat und die Arbeit mit mindestens 50 Punkten bewertet wurde. Mehr als zwei Abrufe – analog der VSwPO – bedeuten das Ausscheiden aus der Prüfung.
Die Suchensieger der drei Richtergruppen waren heuer:
GS Pepe vom Granitz-Hof, 100 Punkte, Führer Patrique Gebhard
Motte von Heinrichsgrün, 100 Punkte, Führer Matthias Schöppe (Führerpreis)
Cretel vom rauschenden Bach, 100 Punkte, Führer Mario Liebau (Führerpereis)
Die Führerpreise werden für eine besonders gute Zusammenarbeit zwischen Hund und Führer gesondert verliehen.
Weiter waren erfolgreich mit jeweils I. Preisen:
GS Maja vom Escherberg, 100 Punkte, Führerin Ursula Zuther-Grauerholz
Erra vom Fürstengehege, 100 Punkte, Führer Klaus Strelow, Oranienburg
Vina vom Neuholz, 100 Punkte, Führer Joachim Kemmer, Würzburg
Duro vom Lahntal, 100 Punkte, Führer Alfred Brack
Felix vom Römergraben, 100 Punkte, Führer Ulrich Stahl,
Andi vom Ennepetal, 92 Punkte, Führer Harry Schleenbecker
Brennecke vom Teufelslied, 85 Punkte, Führer Roland Frey, F-Walbourg (Führerpreis)
Einen II. Preis erreichte der Teckel:
Ulla vom Queichtal, 75 Punkte, Führer Kurt Becker
Jeweils III. Preise errangen die Teckel:
Balda vom Haus Fessel, 57 Punkte, Führer Rolf Reulecke
Eikyca Maron v. Trouvee, 50 Punkte, Führer Arnold Stokmann, NL-Vorden
Quax von der Sternhelle, 50 Punkte, Führer Wolfgang von Diest
Bernd Krewer
Mit freundlicher Genehmigung der Jagdzeitschrift „Die Pirsch“



