Garou la Meute d´Artemis“ wird Tagessieger

Schweißarbeit ist die Königsdisziplin in der Jagdgebrauchshundesparte und für Jäger kein Selbstzweck oder Hundesport. Es ist harte und wichtige Arbeit im Sinne des Tierschutzes und setzt gegenseitiges Vertrauen zwischen Jäger und Hund voraus. Die feine Nase des vierbeinigen Jagdgehilfen, die sich nicht durch Verleitfährten irritieren lassen darf, ist gefordert. Die Kommunikation zwischen Herr und Hund muss stimmen. Teckel sind eine der ältesten Jagdhundrassen. Sie sind je nach Zucht und genetischer Anlage auch für die Arbeit am langen Riemen auf der Schweißfährte geeignet und werden deshalb von vielen Jägern geschätzt. Von den zur diesjährigen Schweißprüfung des Teckelklubs Holzminden gemeldeten fünf Hunden lösten vier am Sonntag in Rottmünde die durch den Dauerregen erschwerten Aufgaben. Nur ein Hundeführer hatte eine Fehlsuche zu verzeichnen.Das aus Hessen angereiste Richterteam bewertete die fünf Gespanne nach der Prüfungsordnung des Deutschen Teckelklubs. Richterobmann Wolfgang Nordmeier aus Bad – Wildungen zeigte sich beeindruckt von der professionellen Vorbereitung und Durchführung der Prüfung. Nordmeier anerkannte insbesondere die Arbeit des Teams unter Leitung des revierkundigen Kurt Hauffe aus Boffzen, das die Prüfungs- und Reservefährten gut geplant und fachgerecht präpariert hatte. Kurt Hauffe hatte noch am Vortag nach dem Legen der Übernachtfährte Bedenken, ob insbesondere die 40-Stundenfährten für die Hunde zu meistern seien. Als jedoch der erste Hund seinen Führer am langen Riemen zum Stück geführt hatte, war bei allen Beteiligten Erleichterung zu spüren. Die anfänglich gedrückte Stimmung wandelte sich, zumal außerdem auch noch das Wetter mitspielte und die Sonne – wie auf Bestellung - sich im Laufe des Vormittags nach einer Woche Dauerregen endlich einen Weg durch die dicke Wolkendecke gesucht hatte.

Tagessieger wurde der Teckelrüde „Garou la Meute d´Artemis“ mit seinem Besitzer und Züchter Etienne Brassine aus Fraipont/Trooz in Belgien. Das international erfahrene und erfolgreiche Team arbeitete auf der 40 – Stunden Schweißfährte und erreichte beachtliche 92 Punkte. Dr. Henrik Schmitt aus Friedland und „Franz vom Mühlengrund“ absolvierten die 40 Stunden Fährte mit 67 Punkten und einem 3. Preis. Auf der Übernachtfährte erzielte das beste Ergebnis mit 92 Punkten und einem 1. Preis Wilfried Gerecke aus Wildemann mit „Otto vom Schnepfengrund“ vor Uwe Melchior aus Stolberg bei Aachen mit „Jockel vom Horngraben“ , dessen Arbeit das Richterteam mit 50 Punkten und einem 3. Preis würdigte. Friedrich Hallmann, Vorsitzender des Teckelklubs, dankte den fleißigen Helfern, die für die Verpflegung und Betreuung der Prüfungsteilnehmer, Richter und Schlachtenbummler gesorgt hatten. Insbesondere aber sprach der Teckelklub dem anwesenden Leiter der Revierförsterei Rottmünde Gerd Quast und dem Forstamt Neuhaus für die Zurverfügungstellung der Prüfungsreviere ein „ganz dickes Dankeschön“ aus. Der Teckelklub plant auch für das kommende Jahr Kurse. Insbesondere auch für Nichtjäger Begleithundkurse unter Leitung von Birgit Mönckemeyer und Sonja Streicher. Diese Kurse sind für alle Rassen, besonders auch für Hunde ohne Abstammungsnachweis, offen.Foto: Prüfungsleiter Ingo Beberstedt aus Lütgenade(2. von links) zeigte sich sehr zufrieden angesichts der guten Leistungen der Teckel. Von links nach rechts: Dr. Henrik Schmitt aus Friedland, Ingo Beberstedt Prüfungsleiter und Gebrauchsobmann des Teckelklubs, Wilfried Gerecke aus Wildemann, Richterteam Claudia Löffler, Wolfgang Nordmeier und Hedda Schirmeyer, Henning Ohm aus Golmbach, Uwe Melchior aus Stolberg und Etienne Brassine aus Belgien.Friedrich Hallmann