Gruppe Saalfeld Pößneck
Für die Gruppe Saalfeld-Pößneck des Landesverbandes Thüringen im Deutschen Teckelklub 1888 brachte der August gleich zwei Höhepunkte innerhalb einer Woche. So fand am Sonntag, dem 17. August, im Pößnecker Ortsteil Köstitz die diesjährige Zuchtschau statt und am darauf folgenden Sonnabend stellten sich nach intensivem Training sechs Hunde der Begleithundeprüfung.
Die Zuchtschau mit Junior-Handling hat in Pößneck-Köstitz schon fast Tradition. Und ebenfalls schon fast Tradition ist ein angenehmes Sommerwetter an diesem August-Sonntag. So kommt es, dass die Teckel-Zuchtschau immer mehr zu einem Publikumsmagnet wird, wozu natürlich auch eine gute Propagierung der Veranstaltung beiträgt. Viele Familien hatten sich eingefunden, um die Bewertung der kleinsten Jagdgebrauchshunde zu verfolgen und zu beobachten, wie beim Junior-Handling von Kindern unter Beweis gestellt wird, wie sicher und souverän sie im Umgang mit den Teckeln sind. Außerdem nutzte die Gruppe die Gelegenheit, über mehrere Bildtafeln die Arbeit im Teckelklub dem Publikum zusätzlich nahe zu bringen.
Sechs Hunde konnten an diesem Tag dem Zuchtrichter Joachim Müller aus Sonderhausen vorgestellt werden, davon drei Junghunde. Freundlich und konsequent ging er an sein Werk. Mit seinen Kommentaren vermittelte er Hundeführern und Publikum nicht nur Fachwissen, sondern ließ auf diese Weise auch seine Entscheidungen verständlicher und nachvollziehbarer werden. Von den drei über einjährigen Teckeln erhielten zwei das Prädikat „Vorzüglich", während der dritte mit „Sehr gut" bewertet wurde. Beim anschließenden Ausscheid um den besten Hund der Zuchtschau 2008 bekam Jasper von den Dombergspatzen, ein Schwarz-Tiger-Kurzhaar, mit seinem Führer und Besitzer Heiko Siegmund aus Rudolstadt den Preis zugesprochen. Die drei Junghunde wurde von Joachim Müller mit „Versprechend" bewertet.

Die Begleithundeprüfung 1 am darauf folgenden Sonnabend auf dem Pößnecker Buchenberg und in der Stadt war insofern für die Gruppe von besonderer Bedeutung, als die im Vorjahr vorgesehene Prüfung nach einer Entscheidung von Trainern und Hundeführern abgesagt worden war. Nach ihrer Auffassung waren die Hunde einfach noch nicht so weit. Diese Entscheidung sollte sich nun auszahlen. Ein Langhaar-, ein Rauhaar- und ein Kurzhaarteckel sowie ein Mischlingshund stellten sich mit ihren Führern der Richterin Gerda Bock. Die Coburgerin erwies sich als strenge Gutachterin, die aber auch erklärte, warum Hunde und Führer die Aufgaben so und nicht anders zu meistern hatten. Am Ende hatten alle vier Hunde die BHP 1 mit Erfolg geschafft. Alle erzielten die Punktzahl für einen Platz 2. Außerdem nahm Gerda Bock an diesem Tag noch bei zwei weiteren Hunden der Gruppe die BHP 3, die Wasserfreude, ab, wobei beide Teckel die Punktzahl für einen Platz 1 erreichten.
Bernd Schlageter



