WUT-Veranstaltungen

WUT-Weltsiegerschau 2010

Ausschreibung 2010
Meldeschein 2010
Meldeschein Juniorhandling
Anmeldung Festabend

WUT-Weltsiegerschau 2009

Ergebnisse WUT-Weltsiegerschau 2009

Schweißprüfung ohne Richterbegleitung der Welt Union Teckel (WUT) 2008



Ergebnisse der SchwPoR 2008

Nach der Schweiz und Italien war in diesem Jahr der Teckelklub Tschechien der Ausrichter der Schweißprüfung ohne Richterbegleitung.
Herr Sykora hatte bereits im letzten Jahr auf der Veranstaltung in Italien die Flyer für den Austragungsort Riesengebirge verteilt, so dass Teilnehmer und Besucher für 2008 gespannt sein durften.

Das Riesengebirge ist das höchste Teilgebirge der Sudeten an der Grenze zwischen Polen und Tschechien und erreicht in der Schneekoppe eine Höhe von 1602 Metern. Charakteristisch ist der subalpine Charakter des Gebirges mit eiszeitlichen Gletscherkaren, Bergseen und den steilen felsigen Flanken der Berge. Nahe am Kamm bei Spindlermühle befindet sich in fast 1400 m Höhe die Quelle der Elbe. Seit 1959 in Polen bzw. 1963 in Tschechien steht das Riesengebirge als Nationalpark unter Naturschutz. Allgemein bekannt sind die Sagen und Märchen um den Berggeist Rübezahl, der im Riesengebirge seine Heimat hat.

Das Hotel Tetrevi Boudy auf ca. 1000 m Höhe, liegt mitten im 380 qkm großen Nationalpark und ist nicht nur im Winter ein Anziehungsmagnet für viele Touristen. Teile des Nationalparks sind weiträumig mit Schlagbäumen und Personenkontrollen für jeglichen Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Besucher der Hotels werden von hoteleigenen Fahrzeugen, im Winter mit Schneeskootern, transportiert oder müssen einige Km Fußmarsch in Kauf nehmen, um die Unterkunft zu erreichen, im Sommer kein Problem, im Winter, bei Schneehöhen bis zu 2 m, sicher schon beschwerlicher.Für die Teilnehmer der WUT-Prüfung waren Sondergenehmigungen für die Fahrzeugführer erteilt worden.
Der Chef der Organisation, Herr Karel Sykora, hatte die Veranstaltung hervorragend geplant.

Die ersten Hundeführer kamen schon einige Tage vorher, um ihre Teckel an die Umgebung zu gewöhnen.Die eigentlichen Teilnehmer und Besucher reisten mehrheitlich am Freitag an. Im Restaurant des Hotels kamen die Teilnehmer, Ehrengäste, Richter, Helfer und Schlachtenbummler in sehr freundschaftlicher Atmosphäre zusammen. Es wurde ein schöner Begrüßungsabend unter europäischen Teckelfreunden.
Der Präsident der WUT, Dieter Honsálek, begrüßte die Teilnehmer und bedankte sich beim Direktor der Nationalparkverwaltung Jan Hrebacka und beim Vorsitzenden des Tschechischen Teckelklubs, Radomir Svoboda.Bei der Begrüßung vor dem Hotel, kürte Herr Dr. Vladimir Piskay, Zuchtrichter aus der Slowakei, Janosch vom Bergschlösschen, zum schönsten Hund der gemeldeten Teilnehmer. Hundeführer Erich Thiel bekam ein schönes Erinnerungsbuch.

Mit 3 Meldungen auf der 40 Stunden – Fährte und 14 Hundegespannen auf der Übernachtfährte aus 9 Nationen (1 HF hatte kurzfristig wegen Erkrankung des Hundes absagen müssen)

Die gemeldeten Gespanne:

SchwPoR/40:
Eimy ze Slusovicke doliny, RN, HF Zdenek Jakuba, CZ
Droll aus Mosbacher Rauhhaar, RN, HF´in Waltraud Kleine, D,
Janosch vom Bergschlösschen, RN, HF Erich Thiel, D

SchwPoR/20:
Ferda z Oskovce, LN, HF FrantisekBabik, CZ,
Endy ze Slusovicke doliny, RN, HF Alois Cala, CZ,
Alisse Württemberg, RN, HF Martin Zachar, SK,
Niklas vom Nebelstein, LN, HF Jan Dobsinsky, SK,
Kiara vom Nebelstein, LN, HF Ulrich Sand, CH,
Manitou vom Eigenthal, RN, HF Hugo Walker, CH
Russian Winter Tsertus, RZw, HF´in E.S. Pikul, RUS,
Comet von der Rannach Klamm, RN, HF Erwin Wadl, A,
Yani von Schloss Rosenau, RN, HF Gerhard Seibel, D,
Ingo della Val Vezzeno, RN, HF Marco Candian, I,
Cyrano de Bergerac, KN, HF´in Giovanna Saiu, I
Uranie de la Bartassiere, RN, HF´in Danielle Cacard, F,
Darius Wind in den Wilgen, RN, HF E. Verwilligen-van Heck, NL.

Dank der hervorragenden Vorbereitung und Organisation gab es beim Fährtenlegen unter Führung der ortskundigen Angestellten des Nationalparks keine Probleme. Reiner Rehwildschweiß wurde auf die gut 1000 m langen vorbereiteten Fährten gespritzt. Trotz des gebirgigen Geländes waren die Fährtenverläufe führerfreundlich ausgesucht worden.Allerdings mussten die einzelnen Fährtenleger auch große Entfernungen zurücklegen und z. T. 1 Std. und mehr Anfahrweg in Kauf nehmen.

Am Sonntag trafen sich die Fährtengespanne und die große Anzahl der Beteiligten vor dem Hotel und später am Jagdhaus zur Begrüßung.
Ungewohnt für manchen Teilnehmer die Zusammensetzung der Instrumente des Bläserkorps. Neben den großen Hörnern waren eine Zugposaune und 2 Trompeten für manchen Jagd erfahrenen Teilnehmer sicher kein alltäglicher Anblick.
Wie am Abend zuvor im Lokal, sorgten sie auch jetzt mit ihrem fehlerfreien Bläservortrag für den jagdlichen Rahmen.Zunächst erschien mit wallendem Bart und Haupthaar, Moos besetztem Hut, in Fuchsfellen gehüllt und seinem Jäger begleitet, der im Riesengebirge allgegenwärtige Rübezahl. Mit tief grollender Stimme gegrüßte Rübezahl die Anwesenden und mahnte die Hundeführer, das vermeintlich krank geschossene Wild zu suchen.
Eine nette Einlage des Veranstalters, begegnen wir doch dem legendären Berggeist so schnell nicht wieder. Nach den Ansprachen u. a. durch den Präsidenten der WUT und dem Organisator Karel Sykora, wurden die Fährten ausgelost und auf die Richter und Helfer verteilt. Frau Kleine, mit 80 Jahren die älteste Teilnehmerin, wurde mit Blumen und Andenken besonders geehrt. Körperlich erstaunlich fit und wohl vorbereitet, hatte sie sich die schwierige Arbeit noch einmal vorgenommen. Leider hatte der Wettergott kein Einsehen und bescherte, wie in der Nacht zuvor, Regenschauer und sehr kühle Witterung.
Die Revierverhältnisse waren offensichtlich für die meisten Hundeführer zu schwierig. Sie hatten sich die Aufgabe wohl leichter vorgestellt.Von den 3 Teilnehmern (40 Std.-Fährte) fand kein Hundegespann zu Stück.
Frau Waltraud Kleine mit Droll aus Mosbacher Rauhhaar gab, vom Dauerrregen und dem nassen Unterbewuchs völlig durchnässt, frierend auf.Erich Thiel mit Janosch vom Bergschlösschen fand zwei Verweiser, kam aber offensichtlich auf die Fährte von Droll mit Frau Kleine, weil er einen für diese Fährte markierten Verweiser fand und mitbrachte.

Auf der über Nacht - Fährte fanden 4 Hundeführer den Rehbock am Fährtenende.Mit 5 gefundenen Verweisern in 38 Minuten siegte überragend Endy ze Slusovické doliny mit Hundeführer Alois Cala, Tschechien, gefolgt vonComet von der Rannach-Klamm, Hundeführer Erwin Wadl, Österreich, 4 Verweiser, 41 Minuten.Platz 3 belegte Yani von Schloss Rosenau mit Hundeführer Gerhard Seibel, Deutschland, 4 Verweiser, 57 Minuten,Platz 4, Kiara vom Nebelstein mit Hundeführer Ulrich Sand, Schweiz, 3 Verweiser in 80 Minuten.Ferda z Oskovce mit Hundeführer Frantisek Bábík, CZ, fand zwar 3 Verweiser aber nicht zum Stück.Einige Hundeführer fanden nicht nur nicht zum Stück, sondern kamen nur Dank der vom Veranstalter an jeden Hundeführer ausgehändigten Trillerpfeife und der im Wald verteilten Helfer zurück.

Wenn man bedenkt, dass die besten Nachsuchengespanne der Mitgliedsländer am Start waren, ist das Ergebnis eher bescheiden. Diese Prüfung, in entsprechend anspruchsvollen Revieren, dürfte wohl zu den größten Herausforderungen eines Hundeführers gehören.Naturnah, absolut allein, muss er die schwierige Rotfährte mit seinem Teckel arbeiten.Kommt er ab und hat den bisherigen Fährtenverlauf nicht markiert, findet er nicht zum Stück. Diese Arbeit erfordert einerseits, neben dem verlässlichen Schweißhund, viel Nachsuchenerfahrung und ein gutes Orientierungsvermögen.

Nachdem sich alle Teilnehmer und Offiziellen mit dem Essen aus der Feldküche gestärkt hatten, und nach der Richterbesprechung,klang die Prüfung mit der Siegerehrung aus.Pokale und Ehrenpreise wurden übergeben und versöhnten für die große Anstrengung.
Präsident der WUT, Dieter Honsálek, musste wegen seines Rückfluges schon kurz nach dem Mittag zurück nach Prag.Der Veranstalter hatte sich eine nette Geste einfallen lassen.Ihn erwartete eine weiße Luxuslimousine für die Rückfahrt zum Flugplatz.Der Präsident des Tschechischen Teckelklubs, Herr Svoboda und sein Vorgänger, Herr Herian, in Begleitung von Veranstaltungsleiter Karel Sykora, überreichten ihm die Urkunde zum Ehrenmitglied des Tschech. Teckelklubs.

Dem Tschechischen Teckelklub mit Herrn Svoboda und Herrn Sykora und seinem Team herzlichen Dank für die herausragende Organisation.

Im nächsten Jahr freuen wir uns auf die SchwPoR der WUT in Österreich.

Martin Zander